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Die Reeperbahn

Es ist wahrscheinlich Hamburgs berühmteste Straße – die Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli. Die knapp einen Kilometer lange Straße führt vom Hamburger Millerntor in Richtung Westen durch besagten Stadtteil und ist in erster Linie als Rotlicht- und Ausgehviertel bekannt. Zusammen mit einigen Seitenstraßen gilt die Reeperbahn als sündige Meile, bedingt durch zahlreiche Bordelle, Laufhäuser und ähnliche Etablissements. Dazu gesellen sich Kneipen, Bars, (Sex-)Theater, Boutiquen, Postershops und Restaurants. Sehr bekannt ist auch die parallel zur Reeperbahn verlaufende, jedoch nur 66 Meter lange Herbertstraße. Es handelt sich um eine Bordellstraße mit Sichtblenden an beiden Enden, die dazu dienen Minderjährige und Frauen von einem Besuch abzuhalten. Ca. 250 Frauen gehen in der Herbertstraße der Prostitution nach, warten hinter Schaufenstern auf potentielle Freier. Die Absperrungen wurden 1933 zur Zeit des Nationalsozialismus eingeführt.

Weitere bekannte Einrichtungen auf der Hamburger Reeperbahn sind das Schmidt-Theater und das St.-Pauli-Theater. Beides sind privatgeführte Theater, die sich mit Varieté und Boulevardproduktionen einen Namen gemacht haben. Im Operettenhaus werden dagegen Musicals gezeigt. So berühmte Produktionen wie Cats, Mamma Mia und Sister Act waren bereits darunter.

Berühmtheit hat die Reeperbahn mehrfach auch durch die Anwesenheit von Künstlern und durch Werke solcher erlangt. So traten die Beatles hier in mehreren Musikclubs auf, was ihrer Karriere einen deutlichen Schub brachte. Der Beatles-Platz erinnert heute an diese Zeiten. Fast 20 Jahre früher besang Hans Albers im Film „Große Freiheit Nr. 7“ die Straße mit dem Lied „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“.

Die Reeperbahn ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Haltestelle „Reeperbahn“ der Hamburger S-Bahn, sowie die Haltestelle „ St. Pauli“ der U-Bahn liegen in unmittelbarer Nähe.


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